Filme & Videoreportagen

Im Mai 2013 verabschiedete der Chor Hamburger Gewerkschafter ihren Chorleiter Niels Hoffmann mit dem Lied "Ein Gespenst geht um" aus dem Anfang des "Kommunistischen Manifestes" - übrigens eine Meisterleistung Deutscher Sprachkunst. Wir veröffentlichen es passend zu diesem "Marx-Jahr 2018". Der Hamburger Gewerkschaftschor ist dafür bekannt, zu allen politischen Themen Stellung zu beziehen, insbesondere zum Antifaschismus, zu den Themen Frieden Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit. Das singen von Liedern der Deutschen Arbeiterbewegung wird seit 2014 in einem Verzeichnis zum immateriellen Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission gepflegt. Die Aufnahme wurde privat mitgeschnitten von Andrea Hackbarth-Rouvel. (Hans-Dieter Hey)

Ab 16. Dezember 2017 bietet das Kölnische Stadtmuseum zwei parallel laufende Sonderausstellungen, die politische Ereignisse im öffentlichen Raum dokumentieren: „Trotzdem Alaaf! Kölner Rosenmontag 1991 + 2017“ und „Karin Richert: IM RECHTEN LICHT“

Die Kölner Künstlerin und Fotografin Karin Richert hat zehn Jahre lang die rechte Szene in Köln und NRW intensiv mit ihrer Kamera beobachtet und dokumentiert. Mit rund 150 Fotografien deckt die Fotoausstellung Realitäten jenseits unseres demokratischen Grundverständnisses auf.

Die Fotoausstellung zeigt die Ereignisse rund um den 1991 wegen des Golfkrieges ausgefallen Rosenmontagszug. Die Kölner feierten damals „Trotzdem“ ihren Fastelovend. Es wurde ein außergewöhnlicher, verrückter, unorganisierter und ursprünglicher Rosenmontag – und eine spontane Demonstration gegen den Golfkrieg. (R-mediabase, aus den Ankündigungen)

Klimawandel verhüten!
Entwicklungshilfe für Europa

Prevent climate change!
Development aid for Europe

In Deutschland herrschten noch Kaiser und Krieg. Damals, vor 100 Jahren, wurde Konrad Adenauer zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. Arbeiter- und Soldatenräte wollten Monarchie und Bourgeoisie entmachten, doch in Köln blieb es relativ ruhig. Ein Verdienst des damaligen Oberbürgermeisters? Der Grüngürtel, der Neubau der Universität, die Ansiedlung von Ford, die Mülheimer Brücke – in den Augen vieler Kölnerinnen und Kölner hat Adenauer Köln nach dem Ersten Weltkrieg wieder nach vorn gebracht. Bis zu seiner Entmachtung durch die Nazis galt Adenauer als der „König von Köln“, nicht zuletzt, weil er die Stadt auch autokratisch regierte. Kann Adenauer als Ikone gesehen werden – zunächst einer Stadt, dann der ganzen Westrepublik? Eine Diskussionsrunde, eingeladen durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.