Filme & Videoreportagen

"Gemeinsam kämpfen - gemeinsam feiern!" war das wenig neue, aber nach wie vor motivierende Motto des seit 1974 bestehenden Pressefestes der Zeitung "Unsere Zeit", der DKP und der SDAJ vom 1. bis 3. Juli 2016. Es war wieder ein Volksfest der Solidarität mit Kunst, Kultur und Diskussionen mit internationalen Gästen um die politischen Themen Flüchtlinge, Krieg und Kapitalismus. Niemand konnte bisher in Deutschland ein Pressefest dieser Art mit inzwischen legendärem Ruf gestalten. R-mediabase hatte die große Ehre, einen auszugsweisen Mitschnitt des Abschlusskonzerts der Microphone-Mafia mit Esther Bejarano aufzunehmen. Ihre Lebensgeschichte als überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz und ihr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit der inzwischen 91jährigen sollte jedem bekannt sein. Das Konzert am Schluss des Pressefestes riss die Menschen schlichtweg von den Stühlen. (Hans-Dieter Hey)

 

Bei Kritik am despotischen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan halten sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Bundesregierung auffällig zurück. Das allein wäre - nimmt man auf diplomatische Gepflogenheiten Rücksicht - vielleicht nicht das Problem. Mit unserer militärischen Unterstützung der Türkei im Bürgerkrieg gegen Syrien - und damit auch gegen die kurdische Bevölkerung - wurde ein weiteres Kapitel deutschen Militarismus aufgeschlagen. Diese katastrophale politische Richtungsweisung könnte dazu führen, dass sich der türkisch-kurdische Konflikt auch bei uns austrägt. Weitere Flüchtlingszuwächse inclusive besonders dann, wenn der zynische deutsch-türkische Flüchtlingspakt "Geld gegen Flüchtlinge" zwischen Merkel und Erdogan nicht funktioniert. Eine Veranstaltung am 16. Juni im Kölner Naturfreundehaus informierte über die Zusammenhänge vom deutschen Kaiserreich bis zu den Folgen in der Gegenwart. Eine Zusammenfassung mit Andrej Hunko (Die Linke) und Talip Üstebay (NAV-DEM).

Folgenschwer - Folgenlos?

Zum aktuellen Stand der Ermittlungen im sogenannten "NSU-Prozess" informieren Petra Pau, Mitglied des Deutschen Bundestages Die Linke und Obfrau im NSU- Untersuchungsausschuss sowie Irene Mihalic, MdB Bündnisgrüne, ebenfalls Obfrau im NSU-Verfahren. Moderator ist der Kölner Rechtsanwalt Eberhard Reinecke, im NSU-Verfahren selbst auch Klägervertreter. Die Veranstaltung fand am 12. Juni 2016 im Alten Pfandhaus in Köln statt. (Hans-Dieter Hey)

 

 

Die Kölner "Pappnasen Rotschwarz" verstehen sich als linke politische Eingreiftruppe - inzwischen weit über Kölner Grenzen bekannt und nachgefragt. Begonnen hatte alles in der Zeit des G8-Gipfels im Jahr 2007, um den Protest dagegen auf lustige Weise an Mann und Frau zu bringen. Im Kölner Karneval stellten sie sich - singend mit Großpuppen und Transparenten - einfach als "Zoch vor dem Zoch" mit der Gruppe 000 vor den offiziellen Karnevalszug und zogen sich prompt wegen "Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz" die Staatsanwaltschaft auf den Hals, obwohl sie ein Schild um den Selbigen trugen: "Lieber Herr Staatsanwalt! Wir sind nur ein Karnevalsverein!" Politische Kritik im Karneval und in Köln? Wo gab es denn jemals so etwas! Kritik an der Obrigkeit gab es hier nur im Mittelalter. Seit 2007 nahmen die "Pappnasen Rotschwarz" Fahrt auf, viele ihrer Mitglieder stammen aus der Occupy-Bewegung oder sind Attac-Mitglieder. Mit dem diesjährigen Motto "Mer stelle alles op dr Kopp" wurden Fremdenhass, Rechtspopulismus, Ceta und TTIP auf karnevalistische Art gegeißelt. Diese kleine Dokumentation gibt einen beeindruckenden Aufschluss über das Schaffen der "Pappnasen Rotschwarz".