Filme & Videoreportagen

Ab 16. Dezember 2017 bietet das Kölnische Stadtmuseum zwei parallel laufende Sonderausstellungen, die politische Ereignisse im öffentlichen Raum dokumentieren: „Trotzdem Alaaf! Kölner Rosenmontag 1991 + 2017“ und „Karin Richert: IM RECHTEN LICHT“

Die Kölner Künstlerin und Fotografin Karin Richert hat zehn Jahre lang die rechte Szene in Köln und NRW intensiv mit ihrer Kamera beobachtet und dokumentiert. Mit rund 150 Fotografien deckt die Fotoausstellung Realitäten jenseits unseres demokratischen Grundverständnisses auf.

Die Fotoausstellung zeigt die Ereignisse rund um den 1991 wegen des Golfkrieges ausgefallen Rosenmontagszug. Die Kölner feierten damals „Trotzdem“ ihren Fastelovend. Es wurde ein außergewöhnlicher, verrückter, unorganisierter und ursprünglicher Rosenmontag – und eine spontane Demonstration gegen den Golfkrieg. (R-mediabase, aus den Ankündigungen)

Klimawandel verhüten!
Entwicklungshilfe für Europa

Prevent climate change!
Development aid for Europe

In Deutschland herrschten noch Kaiser und Krieg. Damals, vor 100 Jahren, wurde Konrad Adenauer zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. Arbeiter- und Soldatenräte wollten Monarchie und Bourgeoisie entmachten, doch in Köln blieb es relativ ruhig. Ein Verdienst des damaligen Oberbürgermeisters? Der Grüngürtel, der Neubau der Universität, die Ansiedlung von Ford, die Mülheimer Brücke – in den Augen vieler Kölnerinnen und Kölner hat Adenauer Köln nach dem Ersten Weltkrieg wieder nach vorn gebracht. Bis zu seiner Entmachtung durch die Nazis galt Adenauer als der „König von Köln“, nicht zuletzt, weil er die Stadt auch autokratisch regierte. Kann Adenauer als Ikone gesehen werden – zunächst einer Stadt, dann der ganzen Westrepublik? Eine Diskussionsrunde, eingeladen durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.

 

Wer sich im täglichen Überlebenskampf befindet, bekommt vielleicht nicht mit, wie sehr sich diese Republik unter Angela Merkel nach rechts bewegt hat und Grund- und Menschenrechte Stück für Stück abgebaut werden. Dabei wird offenbar zunehmend auf polizeistaatliche Gewalt gesetzt und nicht einmal der Einsatz von militärischen Kräften ausgeschlossen, wie die Beispiele G8-Gipfel in Heiligendamm und zuletzt der G20-Gipfel in Hamburg zeigten. Nicht nur die Demonstrations- und Streikrechte in diesem Land sind in akuter Gefahr sondern auch die Pressefreiheit, wie selbst Polizeiangriffe auf Journalisten in Hamburg zeigten. Mit diesen für eine wirksame Demokratie notwendigen Errungenschaften nach dem deutschen Faschismus und dem aktuellen Widerstand gegen ihre Einschränkung beschäftigte sich am 7. Oktober in der Volkshochschule Düsseldorf der Kongress "Demonstrationsfreiheit verteidigen". Der Aufruf: "Wir brauchen eine breite Gegenwehr, wir brauchen Aufstehen gegen den Notstand der Demokratie". So die Vorwürfe und Hoffnungen von mehr als 70 Organisationen, die diese Konferenz unterstützt haben. Sie wurde durchgeführt durch die Initiative "Demonstrationsrecht verteidigen!". Ein weiteres Video "Demonstrationsrecht verteidigen - Pressekonferenz" findet sich ebenfalls auf diesem Portal. (Hans-Dieter Hey)

 

Aus der Pressekonferenz: