Dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan wird nicht gefallen, wenn ihm vorzuwerfen ist, dass seine Politik in eine mächtige Krise führen wird. Zeichen des Niedergangs zeichnen sich ab. Der Tourismus ist am Ende. Schlimmer noch: Eine riesige Immobilienblase rollt auf die Türkei zu. Hier gesellt sich die Türkei zu China, ebenfalls von einer enormen Immobilienblase erdrückt. Wir erinnern uns: im Sommer 2007 führte die Immobilienkrise - und die Folgen daraus - in den USA zum größten Wirtschaftscrash der Nachkriegszeit. Seitdem ist die Welt im Krisenmodus. Und die nächste Krise wird nicht auf sich warten lassen. Krisen sind im Kapitalismus systemimmanent. Inzwischen dürfen verantwortungslose Spielernaturen in den Banken wieder mehr denn je im "Casino-Kapitalismus" zocken. Wer wissen wollte, wie Krisen funktionieren - gerade auch in der aktuellen Situation - konnte am 13. März in Köln auf den sachkundigen Vortrag von Ulrike Herrmann vertrauen. Herrmann ist taz-Wirtschaftsredakteurin und Autorin. Aus Anlass des Treffens der G2-Finanzminister in Baden-Baden, die offenbar für die krisenhafte Situation keine Lösungen haben, war dieser Vortrag besonders aktuell.Und auf nochetwas macht Herrman aufmerksam: Derart krisenhafte Entwicklungen führten immer zu Nationalismus, Rechtspopulismus und Faschismus und ihren Abschottungstendenzen, wie dies jetzt in den USA und in Europa zu erkennen ist. Die schwerwiegenden ökonomischen Folgen und die Folgen für die Demokratie werden offenbar völlig unterschätzt. 

Wir bitten die ungünstigen Lichtverhältnisse während der Aufnahme zu entschuldigen.

Empfehlenswerte Bücher von Ulrike Herrmann:

Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung
Verlag: WEST END
2016, Neuausg., 288 Seiten
Kartoniert (TB)
ISBN-10: 3864891418
ISBN-13: 9783864891410
Erscheinungsdatum: 01.09.2016
€ 18,00

und

Der Sieg des Kapitals
Piper-Verlag
€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 11.05.2015
288 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-492-30568-6
€ 10,00 [D], € 10,30 [A]